WorldWine Blog

21. November 2011

Ein Blogger ist ein Blogger ist ... ein Händler

von Eckhard Supp - Von Downunder Wines, dem Blog, der sich auf australische Weine spezialisiert hat, war im WorldWine Blog schon des öfteren die Rede, und von seinem (Haupt)Autoren Michael Brecht haben wir sogar schon gelegentlich Artikel und ein Video bei uns veröffentlicht. Was ich jedoch heute dort las, hat mich dann doch ziemlich geärgert. In einem Artikel über "Australische Weine im Weinhandel in Deutschland und Österreich" schreibt Michael Brecht: "Ich werde immer wieder gefragt, wo wir denn die diversen Weine aus Down Under, die wir Ihnen hier empfehlen, auch zum Kauf finden", um sogleich die Antwort zu geben: "Wir arbeiten mit diversen Anbietern zusammen, es passt jedoch ganz gut, dass wir in München zwei direkte Partner haben, die unsere Vorschläge an Weinen und deren Tastings gerne annehmen und bei denen Bestellungen online aufgegeben werden können", und weiter: "Hier finden Sie so ziemlich sämtliche der australischen Weine in Deutschland, die wir gut finden".

So what, wird jeder jetzt erst einmal denken, Bezugsquellen anzugeben ist doch eine gute Gewohnheit fast aller Weinpublikationen, online wie offline? Auch ich hätte daran eigentlich gar nichts auszusetzen gehabt, wären nicht die beiden genannten Bezugsquellen, vivinum.de und 52weine.de zwei Weinhandelsfirmen, die eine denkwürdige Gemeinsamkeit aufweisen: Beider Geschäftsführer ist, man kann es sich fast denken, zitierter Michael Brecht.

Nun ist ja nichts gegen bloggende Weinhändler, Winzer, Weinmacher oder Gastronomen zu sagen, unter der Voraussetzung, dass sie das mit offenem Visier tun. Und diese Art scheinbar unabhängiger Empfehlung des "eigenen" kommerziellen Angebots ist nun wirklich alles andere als transparent und für die Leser durchschaubar. Wie heißt es doch noch im Impressum von Downunder Wines? "Downunderwines.net ..., verweisen mit Links zu anderen Seiten im Internet. Für diese Fälle gilt: Der Betreiber von downunderwines erklärt ausdrücklich, dass er keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten und eingespielten Seiten hat." Das war wohl in diesen beiden spezifischen Fällen nur als Witz zu verstehen, oder?


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