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Anstieg der Fassweinimporte in den USA


(22.01.2013) -  

Wie bereits Deutschland und Großbritannien, werden jetzt auch die USA zur Spielwiese des internationalen Fassweinhandels. Gegenüber 2011, als das Land insgesamt 1,64 Mio. hl "offene Ware" einführten, stieg deren Volumen 2012 auf knapp 4,8 Mio hl - eine knappe Verdreifachung. Beobachter vermuten, dass sich dieser Trend auch trotz einer größeren amerikanischen Ernte im Jahr 2012 weiter fortsetzen könnte. Hauptverantwortlich für den Großteil der Fassweineinfuhren sind Chile, Argentinien und Australien, die alleine 75 % der Volumina stellten. Südafrika, ebenfalls ein starker Fassweinexporteur, spielt dagegen auf dem amerikanischen Markt eine noch zu unbedeutende Rolle, um im Konzert dieser drei schon aufzufallen.


Werden billige Fassweinimporte auch zur Gefahr für die etablierten Weinbaugebiete der USA? Hier die Red Mountains im Bundesstaat Washington (Foto: E. Supp)

Insgesamt scheint diese Entwicklung einen Trend hin zu verstärktem Konsum ausländischer Provenienzen zu unterstützen, der vor allem beim jüngeren Publikum zu notieren ist. Beobachter fürchten, dass es mit der Loyalität gegenüber Weinen aus einheimischen Trauben bei jüngeren Weintrinkern nicht mehr so gut stehen könnte, wie bei den älteren Traditionstrinkern. Sie schlagen bereits eine PR-Kampagne zugunsten amerikanischer Trauben vor.

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