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Auch Italien mag keinen Wein mehr


(22.04.2013) -  

Nicht nur in Frankreich, auch in Italien, der zweiten der großen Weinbaunationen Europas, wird immer weniger Wein getrunken. Während der Weinkonsum in der Welt mit etwa 244/245 Mio. hl seit einigen Jahren relativ stabil ist, sank er in Italien seit 2006 um 17,2 % von 27,3 auf nur noch 22,6 Mio. hl - wenig mehr als Deutschland mit seinen 20,0 Mio. hl im letzten Jahr trank. Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegt das Land mit nur noch 37,4 l/Kopf und Jahr deutlich hinter Frankreich (46,8 l) und nähert sich mit Riesenschritten dem Niveau seiner Hassliebe Deutschland.

Die größten Weinmärkte der Welt bleiben allerdings nach wie vor Frankreich (30,3 Mio. hl) vor den USA (29,0), Italien (22,6) und Deutschland (20,0). Dahinter folgen China, Großbritannien, Argentinien, Spanien, Russland und Australien.

Zurück zu Italien: 66,6 % der Italiener haben 2012 mindestens ein alkoholisches Getränk getrunken, 10 Jahre zuvor waren es noch 70,2 %, wobei die Zahl derer, die täglich mindestens einmal Alkohol tranken, zwischen 2002 und 2012 um 24,6 % sank, bei den Frauen deutlich stärker als bei Männern. Dagegen stieg die Zahl derer, die Alkohol außerhalb der Mahlzeiten zu sich nahmen von 23,1 auf 26 9 %, ebenso wie die der gelegentlichen Trinker (35,8 auf 42,2 %), was auf tiefgreifende Änderungen von Alltagsgewohnheiten in der italienischen Gesellschaft hindeutet. Das zeigt auch die Tatsache, dass die Zahl derer, die ausschließlich Wein oder Bier tranken, sank, während die der Konsumenten von Schnäpsen, Likören oder Aperitivgetränken zunahm.

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Wenigstens geht's in Canada

Wenigstens geht's in Canada bergauf mit den Zahlen...
; )

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