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Australien: Schafe gegen die Krise


(27.02.2011) -  

Zu ungewöhnlichen Maßnahmen im Kampf gegen die anhaltende Überproduktion, die sich durch enorme Absatzverluste der letzten Jahre auf dem heimischen wie den Exportmärkten aufgetan hat, greifen inzwischen die Australier. Einige Traubenerzeuger haben damit begonnen, Schafherden in ihren Weinbergen weiden zu lassen. Die Schafe fressen die Blätter der Reben ab, was diese nicht zerstört, aber verhindert, dass sie Trauben ausbilden und zur Reife bringen können. Gleichzeitig werden zahlreiche Weinberge von den alten Erfolgsrebsorten auf neue umgepfropft. Chardonnay muss so hier und dort dem immer populäreren Riesling weichen, auf Merlotstöcke wird Spätburgunder (Pinot noir) gepfropft. In der Summe sollen diese Maßnahmen, so Stephen Strachan von der Winemakers Federation of Australia, die Erntemengen schon 2011 ein Stück weit den Marktbedingungen anpassen. Ob das reicht, um die Krisentendenz im australischen Weinbau grundsätzlich umzukehren, bleibt abzuwarten.


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