WorldWine News

Australien: Vor langer Durststrecke


(01.10.2010) -  

Australien und besonders Südaustralien haben noch eine lange Durststrecke vor sich, wenn sie sich aus der aktuellen Krise befreien wollen. Das sagte Aussie-Weinberater Peter Hackworth kürzlich gegenüber den ABC News. "Ich glaube, wir müssen noch mindestens die nächsten zwei Ernten abwarten, bevor die Preise wieder stabil sind", präzisierte er, und fügte hinzu, dass vor allem der starke australische Dollar (gegenüber dem US $) das Auslandsgeschäft der Australier erschwere.

Derweil haben die Traubenpreise in den Riverlands, einer der beiden riesigen Massenproduktions-Regionen des Landes, ihren niedrigsten Kurs seit Menschengedenken erreicht. Die Tonne Trauben, die 2002 noch für 673 AU$ gehandelt worden war, liegt aktuell bei 268 AU$ - ein Rückgang um gut 60 %. Die aktuelle Überproduktion des Landes wird auf 1 Mio hl geschätzt - allein die Menge des bereits gefüllten, aber unverkäuflichen Weins wird mit 40 Mio. Kisten angegeben. Dabei sind auch die Aussichten auf den asiatischen Märkten, in die die Australier in den letzten Jahren viel Hoffnung gesetzt haben, nicht wirklich rosig. Zwar stieg der Aussie-Export nach China 2009 um 77 % auf 130 Mio. AU$ - China ist jetzt der viertgrößte Ausfuhrmarkt für die Weine von Down Under -, und auf allen asiatischen Märkten zusammen genommen immerhin noch um 9 % auf 2,3 Mrd. AU$, aber die immer höheren Steuern in Ländern wie Indien, Thailand, Indonesien oder Vietnahm - in ihnen sind die Weinpreise aufgrund der Besteuerung und des starken AU Dollars in den letzten Jahren um bis zu 500 % gestiegen - machen die Arbeit dort nicht eben leichter.


Kommentieren Sie diesen Artikel / Your comment

CAPTCHA

Bitte tragen Sie die untenstehenden Zeichen in das Eingabefeld ein. Captcha hilft uns bei der Vermeidung von automatisierten Eingaben.