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Bordeaux: Alles Export, oder was ...?


(24.12.2012) -  

Nachdem schon das Jahr 2011 (wir berichteten ...) für das Bordelais eine durchaus erfreuliche Exportbilanz bescherte hatte - die Exportmenge war um 22 % auf 2,02 Mio hl, der Erlös gar um 30 % auf 1,97 Mrd. EUR gestiegen -, scheint sich diese Tendenz auch im zu Ende gegangenen Jahr 2012 forgesetzt zu haben. Das Geschäftsjahr 2011/2012, dessen Zahlen jetzt offiziell bekanntgegeben wurden, schloss jedenfalls mit einer weiteren Steigerung auf 2,32 Mio hl und Ausfuhrerlösen von 2,29 Mrd. EUR ab. Wichtigster Volumenmarkt ist China (523.000 hl), während wertmäßig mit 420 Mio. EUR immer noch Großbritannien die Nase vorn hat, gefolgt allerdings von China und Hong-Kong.

Leider bietet der französische Binnenmarkt selbst nur wenig Lichtblicke für die Erzeuger an Garonne und Dordogne. Das allgemeine Sinken des Weinkonsums schlägt sich auch auf den Bordeauxabsatz nieder, der mit 2 % im Minus landete. Besonders betroffen: der generische rote und der weiße Bordeaux, während Roséweine derzeit offenbar besser den Geschmack des französischen Publikums treffen. Da immer noch fast 60 % des Bordeaux im eigenen Land konsumiert werden, trifft ein solcher Rückgang vor allem die Erzeuger weniger prestigeträchtiger Produkte natürlich deutlich härter, als ein Rückgang in gleicher Höhe auf einem beliebigen Auslandsmarkt. Insgesamt, und das wird über dem Hype der asiatischen Märkte gerne vergessen, werden noch immer drei von vier Flaschen Bordeaux innerhalb der EU konsumiert, nur eine landet auf einem der vielen außereuropäischen Märkte.

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