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Brasilien will Weinkonsum verdoppeln


(07.11.2012) -  

Einen ungewöhnlichen Deal hat die brasilianische Regierung jetzt mit der einheimischen Weinindustrie und den großen Supermarktketten des Landes geschlossen. Sein Ziel? Den Weinkonsum im Lande in den nächsten vier Jahren auf insgesamt 40 Mio. l zu verdoppeln. Der Deal ist, wie decanter.com schreibt, ein Resultat des anhaltenden Lobbyings von seiten des brasilianischen Weininstituts (Wines of Brazil), das die Regierung dazu zu bewegen versucht hatte, die heimische Industrie mithilfe verschärfter Importbestimmungen und -abgaben vor drohender werdenden ausländischer Konkurrenz zu schützen.

Erreichen will man das jetzt gesteckte Ziel, indem die Regalfläche im LEH drastisch vergrößert wird, wozu sich die Vereinigung der Supermärkte verpflichtete. Was die Regierung dem LEH im Gegenzug dafür "lieferte", ob das vergrößerte Weinangebot eventuell von ihr finanziell subventioniert wird, geht aus dem kargen Bericht von decanter.com nicht hervor. Immerhin wissen die Briten, dass sich europäische, insbesondere französische Erzeuger bereits freuen, dass neue, höhere Importsteuern auf diese Weise vermieden werden konnten. Europas Weinbauländer zahlen bereits jetzt mit 27 % deutlich höhere Steuern als beispielsweise die Mercosurländer Südamerikas, hoffen aber, durch EU-Mercosur-Verhandlungen eine Senkung dieser Einfuhrabgaben erreichen zu können.

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Ich arbeite für die Firma

Ich arbeite für die Firma Weinkeller in Brasilien. Weinkeller Importiert und verkauft deutsche Qualitätsweine. Die Einfuhr- und Zollbedingungen machen es äusländischen Weinen sehr schwer, große Mengen zu verkaufen.

Ich hoffe sehr, dass es zu einem EU-Mercosur-Abkommen kommt, alleine dadurch könnten wir den Weinabsatz deutlich steigern.

Beste Grüße aus Sao Paulo

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