WorldWine News

China: Immer mehr gefälschter Wein auf dem Markt


(27.02.2011) -  

Wie bereits kürzlich in den WorldWine News berichtet, stellen Weinfälschungen - besonders die hoch- und höchstpreisigen Super-Premium Weine aus Frankreich sind betroffen - in China ein immer größeres Problem dar. Auch Simon Tam, Gründer des Hong Kong Independent Wine Centre, äußerte sich jetzt in diesem Sinne und berichtete, ihm seien kürzlich für eine ausgetrunkene (!) Flasche Château Lafite-Rothschild 1982 sage und schreibe 936 EUR geboten worden. Solche Flaschen würden in der Regel mit billigem Wein gefüllt und dann als "Schnäppchen" - im vorliegenden Fall zu "nur" 3.700 anstatt der regulären 9.400 EUR - verkauft. Seriöse Sommeliers seien längst dazu übergegangen, leergetrunkene Flaschen systematisch zu zerstören, und bei Weinpräsentationen im Beisein von Vertretern des Erzeugers würden die Etiketten durchweg als "Souvenirs" mit einem handschriftlichen Autogramm versehen, um die Wiederverwendung der Flaschen zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Der bisher bekannteste Fall einer solchen Weinfälschung geht auf das Jahr 2001 zurück, wie die chinesische Internetseite wines-info.com berichtet, und betraf eine Flasche des 82er Lafite, die damals 468 EUR kostete, aber nur Wein im Wert von 15 EUR enthielt. Für private Weinsammler, die im Besitz eines der teuren Gewächse sind, dürfte die Versuchung groß sein, die Kosten nach dem Leeren der Flasche zumindest teilweise wieder "einzuspielen".


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