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Chinas Winzer attackieren angebliches EU-Weindumping


(21.08.2012) -  

In Chinas Weinwirtschaft rumort es. Nach einem Bericht von usa.chinadaily.com hat die chinesische "Alcoholic Drinks Association" kürzlich die Regierung gebeten, eine Untersuchung über angebliche Dumpingpraktiken der Europäer auf dem chinesischen Weinmarkt einzuleiten. Der Vorwurf der Chinesen: "Wir haben die klare Absicht festgestellt, europäische Weine auf dem chinesischen Markt unter den Herstellungskosten zu verkaufen", und, "Es gibt genügend Indizien dafür, dass die EU ihre Weinindustrie massiv subventioniert." Europas Weinerzeuger haben im letzten Jahr etwa 1,7 Mio. hl in China abgesetzt und einen Marktanteil von 14,3 Prozent erobert. "Fast alle einheimischen Weinerzeuger haben uns wissen lassen, dass ihre Geschäfts massiv darunter litten", erklärte Wang Zuming, der Generalsekretär der Vereinigung.

Auf europäischer Seite wird der Vorstoß als Retorsion der Chinesen gegen eine gleichgelagerte Initiative der Europäer in der Frage des Dumping-Exports chinesischer Solaranlagen interpretiert. Aber die Tatsache, dass die Chinesen sich ausgerechnet die Weinbranche für diese Aktion ausgesucht haben, unterstreicht einmal mehr, dass China beileibe nicht vorhat, auf Dauer nur ein Absatzmarkt für Weine aus Europa, Amerika oder Australien zu bleiben, sondern selbst zum "major player" auf dem Weltweinmarkt werden möchte. Der Ausbau bzw. die Rückeroberung des Binnenmarkts dürfte dazu ein erster Schritt sein.

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