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Italien erlaubt Schraubverschlüsse auf DOCG-Weinen, aber ...


(07.11.2012) -  

Italiens Landwirtschaftsminister hat nach langen Jahren des Zögerns jetzt endlich ein Dekret vom Juli 1993 modifiziert, in dem für DOCG-Qualitätsweine Verschlüsse aus Naturkork obligatorisch vorgeschrieben waren. Nach den neuesten Bestimmungen dürfen jetzt auch DOCG-Weine mit Schraubern verschlossen werden, es sei denn, es handelt sich um Weine, die unter Lagennamen vermarktet werden.

Barbaresco und seine Weinberge im Winter (Foto: E: Supp)
Barbaresco könnte einer der ersten italienischen DOCG-Weine sein, der auch mit Schraubverschluss in den Handel kommt. (Foto: E: Supp)

Wie gewohnt bedeutet das in Italien erst einmal aber nicht viel. Denn ob er seine DOCG-Weine tatsächlich unter Schraubverschluss vermarkten kann, ist auch in Zukunft nicht einfach jedem Erzeuger freigestellt. Statt dessen müssen die Weinbau-Schutzkonsortien zunächst entsprechende Anträge nach Rom schicken, und diese werden dann - oder auch nicht? - für alle Erzeuger der Appellation gleichermaßen genehmigt. Viel Bürokratie also wieder einmal für eine Lächerlichkeit. Offenbar haben bis heute nur die Konsortien von Chianti, Gavi, Barolo und Barbaresco solche Anträge gestellt. Ob Verbände, die in ihren Produktionsdisziplinaren in der Vergangenheit Kork-Alternativen ausdrücklich verboten haben, dem Beispiel folgen werden, steht in den Sternen.

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