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Mediziner entwickeln Methode zur Identifizierung von Rebsorten


(13.01.2011) -  

Mediziner der University of Texas, die eigentlich an Techniken forschten, den Geruchs- und Geschmackssinn bestimmter Säugetiere künstlich zu imitieren, um deren Fähigkeit, Krankheiten sozusagen "riechen" zu können, zu nutzen, sind ganz nebenbei offenbar auf eine Möglichkeit gestoßen, Rebsorten im Wein anhand ihrer Tannine zu identifizieren. Mit einer Analysevorrichtung aus 96 verschiedenen "Rezeptoren", die mit verschiedenen Chemikalien "bestückt" waren, schafften es die Texaner, anhand der unterschiedlichen chemischen Reaktionen der Weintannine mit den einzelnen Chemikalien einen genauen Fingerabdruck jeder einzelnen Rebsorte zu erhalten. Noch eignet sich das Verfahren nicht für Verschnitte verschiedener Sorten und für alte, gereifte Weine, und auch die Herkunft lässt sich mit dieser Methode nicht feststellen. Sollte diese Verfeinerung allerdings gelingen, stünden Winzern, die ihre Weine mit nicht zugelassenen Rebsorten verschneiden - s. das jüngste "Brunellogate" mit Merlotanteilen im "reinsortigen Sangiovese" -, wirklich schwere Zeiten bevor.


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