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Neue Wein-Charta: Mittelrhein wie die Wachau


(26.05.2011) -  

Inspiriert vom Beispiel der österreichischen Winzervereinigung Vineau Wachau, will sich der Mittelrhein eine Wein-Charta geben, die dem Weinabsatz und Weintourismus der Region frischen Wind bringen soll. Grund für die Initiative, die mit immerhin 83.000 EUR aus EU-Mitteln unterstützt werden soll, sind der geringe Bekanntheitsgrad und das nicht eben überwältigende Renommee der Weine aus dem Rheintal zwischen Bingen und Neuwied einerseits, während die Winzer andererseits - und zum Teil sicher zu Recht - von der Qualität ihrer Produkte überzeugt sind.

Die Idee zu dieser Charta entstand durch den seit einigen Jahren existierenden Kontakt zu Kollegen in der österreichischen Wachau, wo die Winzervereinigung Vinea Wachau bereits vor drei Jahrzehnten eigene Qualitätsstufen (Steinfeder, Federspiel, Smaragd statt Spätlese, Auslese etc.) kreierte. Vor einigen Jahren gaben sich die Wachauer zusätzlich noch eine "Charta des reinen Weins", in der sie sich zu einem strengen Herkunftsprinzip, zum Verzicht auf Anreicherung, zur Ablehnung des Aufkonzentrierens, des Aromatisierens und Fraktionierens sowie zu weitestgehend naturbelassenen Weinen bekannten.

Ob die Mittelrhein-Charta so weit gehen wird, wie ihr Wachauer Vorbild, ob man tatsächlich eigene Qualitätsbezeichnungen schaffen, auf das Anreichern etc. verzichten oder ob das Ganze lediglich ein halbgares PR-Manöver wird, bleibt abzuwarten.


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