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Neuseelands Weinbauchef warnt vor Fassweinexporten


(07.11.2012) -  

von Eckhard Supp - Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt hat Stuart Smith, Chef der neuseeländischen Winzervereinigung New Zealand Winegrowers, noch einmal eindringlich vor den Gefahren des Fassweinexports gewarnt. Neuseeländische Weine könnten im Ausland verfälscht und schon auf dem Transport durch Oxidation oder Verunreinigungen ruiniert werden, da es keinerlei Kontrolle darüber gebe, was mit der im Tank exportierten Ware geschehe.


Weinberge im Anbaugebiet Hawke's Bay (Foto: New Zealand Winegrowers)

Von der neuseeländischen Regierung forderte Smith, nach dem Muster Australiens Vorschriften zu erlassen, die es erlaubten, im Tank exportierte neuseeländische Weine nach ihrer Abfüllung im Ausland zu kontrollieren. Australische Kellereien ließen sich regelmäßig Füllmuster schicken, um die Qualität der Füllungen, aber auch der Lagerbedingungen überprüfen zu können.

Vom neuseeländischen Ministerium für Landwirtschaft und Bodenschätze (Primary Industries Ministry, MPI) handelte sich Smith mit seiner Forderung allerdings eine trockene Abfuhr ein. Dort betonte man, keine Gesetzeshoheit über Waren zu haben, die exportiert worden seien. Für die seien die Gesetzgeber in den Empfängerländern zuständig. Ansonsten seien die Erzeuger selbst dafür verantwortlich, mit den Abnehmern ihrer Weine Verträge zu schließen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ware inkludierten.

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