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Noch höhere Weinsteuern in Großbritannien


(05.04.2012) -  

Um den Verkauf von zu billigen alkoholischen Getränken zu behindern, die für einen Gutteil der Kosten des britischen Gesundheitssystems von 3.000 Mrd. EUR im Jahr verantwortlich gemacht werden, plant die britische Regierung die Einführung höherer Alkholsteuern, wie sie in Schottland bereits seit 2011 praktiziert werden. Gedacht ist an eine Basissteuer von 50 pence unabhängig vom Verkaufspreis und vom Alkoholgehalt der Getränke. Ein solcher steuerlicher Festbetrag würde vor allem das Preiseinstiegssegment hart treffen. Wie der englische Weinblogger Warren Edwardes ausgerechnet hat, würde die steuerliche Gesamtbelastung (hinzu kommt ja noch die Mehrwertsteuer) bei Billigprodukten bis zu 61 % des EVP ausmachen, bei Produkten um 5 EUR noch ca. 50 %, bei höherpreisigen Getränken aber lediglich 10 %. Eine von der britischen Regierung im Dezember 2011 veröffentlichte Studie prognostiziert, dass durch die neue Steuer ca. 2.000 "frühzeitige Todesfälle" pro Jahr verhindert würden.

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