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Revolution in Bordeaux - CAVB vs CIVB


(18.12.2010) -  

Eine Gruppe von etwa 30 Erzeugern des Bordeauxgebiets, die sich in einem Comité d'action des Vignerons de Bordeaux (CAVB) zusammengeschlossen haben, hat dem offiziellen Weinbauverband der Region (CIVB) jetzt offen den Krieg erklärt. In einer Pressekonferenz erklärten die 30, gegen die Zwangsbeiträge für das CIVB - die heißen hier offiziell, Humor, Humor, "freiwillige Zwangsbeiträge" (CVO) - klagen zu wollen. Ihr Vorwurf: Das CIVB habe seine Mission und Aufgabe, den Markt und die Preise effektiv zu regulieren sowie wirkungsvolles Gemeinschaftsmarketing für die Weine zu betreiben, eindeutig verfehlt.

Die Protestbewegung ist dabei nicht neu, sondern geht bereits auf die Jahre 2000 - 2002 zurück. Tatsache ist, dass nach offiziellen Angaben ein Großteil der Erzeuger weniger renommierter Appellationen derzeit mit Verlust arbeitet und vom Konkurs bedroht ist. 2009 betraf dies zwischen 20 und 25 Prozent dieser Weingüter, die andererseits auf keinerlei Erleichterung bei den Zwangsbeiträgen rechnen konnten, was ihre wirtschaftliche Situation noch weiter verschärfte. Die Schere zwischen den Renommiergütern mit ihren absurd hohen Weinpreisen und entsprechenden Gewinnmargen und dem Gros der kleineren, am Existenzminimum operierenden Erzeuger dürfte dadurch noch weiter auseinander klaffen. Mit ihrer Klage will das CAVB erreichen, dass die Zwangsmitgliedschaft im CIVB für gesetzwidrig erklärt wird, dass die Mittelverwendung des CIVB effektiv durch die Mitglieder kontrolliert werden kann und dass sie ggfs. eine alternative  Organisation gründen können.

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