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Spanien vor einem Preiskrieg?


(23.01.2012) -  

Spaniens Weinmarkt schrumpft und schrumpft und schrumpft, und zwar jetzt bereits seit 25 Jahren, ohne das ein Aufschwung sichtbar wäre. Wie die spanische Wirtschaftsseite elEconomista.es kürzlich berichtete, sank der Umsatz der Branche auf dem Binnenmarkt im letzten Geschäftsjahr erneut um 3,2 % und erreicht nur einen Wert von 2,36 Mrd. Euro. Obwohl der Export, der sich seit gut 15 Jahren sehr positiv entwickelt, den Konsum auf dem spanischen Markt bereits vor einigen Jahren in der Menge überflügelt hat, droht nach Ansicht von Marktbeobachtern ein heftiger Preiskampf zwischen Erzeugern und Regionen. Erste Anzeichen des drohenden Preiskampfes sind unübersehbar. Bereits zwischen dem ersten Jahresdrittel 2010 und der gleichen Periode 2011 sank der Durchschnittspreis auf dem spanischen Markt von 2,38 auf 2,26 EUR / l, zuletzt betrug er sogar nur noch 2,16 EUR / l. Ausgenommen von diesem Preisverfall sind aktuell offenbar Schaumweine und Weine ohne DO-Herkunftsbezeichnung. Auf den Exportmärkten liegt das Preisniveau sogar noch einmal deutlich niedriger - von 1,34 EUR / l im Jahr 2001 sank der Durchschnittspreis auf nur noch 1,03 EUR / l -, was auch verstehen lässt, warum die Exporte die Verluste auf dem Binnenmarkt nicht kompensieren konnten.

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