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USA: Hochpreisige Weine ziehen wieder an


(01.10.2010) -  

Der US-Markt, der in der Folge der Krise besonders im hochpreisigen Segment stark gelitten hatte, scheint zu seiner alten Stärke zurückzukehren. Dies legen jedenfalls die Zahlen nahe, die jetzt von der Internetpublikation Wines&Vines veröffentlicht wurden. Nach ihnen verkauften Händler und Erzeuger in den abgelaufenen 12 Monaten 21,9 % mehr Wein im Segment über 20 US$ als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings dennoch: Der Durchschnittspreis der Weine sank im selben Zeitraum um etwa 1 US$ pro Flasche. Das bedeutet, dass das Mengenwachstum in etwa durch den Wertverfall ausgeglichen wurde: Amerikas Weintrinker kauften zwar mehr, aber billigere Weine im hochpreisigen Bereich.

Die stärkste Marke in diesem Segment ist erstaunlicherweise die italienische Santa Margherita, deren Pinot grigio in den USA schon seit mehr als einem Jahrzehnt zu absoluten Phantasiepreisen gehandelt wird. Danach folgen mit Sonoma Cutrer, Rombauer, Charles Krup, Stag's Leap Winery, Grgich Hills, Groth, St. Supery, Silverado Vineyards, William Hill Estate und anderen fast nur noch US-Erzeuger auf den vorderen Plätzen. Ausnahme: die ebenfalls italienische Riserva Ducale von Ruffino.

Italien ist, das berichten italienische Medien, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auch wieder zum stärksten Lieferanten auf dem US-Markt geworden und hat Australien hinter sich gelassen. Insgesamt haben die Italiener 67.000 hl in die USA verschifft und damit 250 Mio. US$ erlöst. Eine noch stärkere Stellung nimmt Italien ein, betrachtet man nur die gefüllte Ware, da Australien auch auf dem amerikanischen Markt darunter leidet, praktisch nur noch billige und billigste Fassware abzusetzen.


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