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Wer hat die Macht in Frankreichs Weinindustrie?


(22.04.2013) -  

Wer ist die Schönste, pardon, wer ist der Mächtigste im ganzen (Wein)Land, hat sich die französische Weinzeitschrift Revue des Vins de France angeblich acht Monate lang gefragt und ist dabei, glaubt man einem Bericht von wine-searcher.com, zu durchaus überraschenden Ergebnissen gekommen. Insgesamt 200 Namen listen die Pariser Kollegen auf, und an der Spitze der Liste stehen weder Weingutsbesitzer noch Weinmacher oder Weinhändler, sondern Politiker und Bürokraten.


Der Chef der Domaine de la Romanée-Conti, Aubert de Villaine, steht auf Platz neun der RVF-Liste. (Foto: E. Supp)

Ihnen zufolge ist Jérôme Despey, der Präsident der nationalen Landwirtschafts- und Fischfangbehörde FranceAgriMer, gefolgt vom EU-Kommissar für die Landwirtschaft, Dacian Ciolos. Erst dahinter folgt mit Bernard Arnault, dem Chef des Luxusgüterkonzerns LVMH und Besitzer zahlreicher Châteaux in Bordeaux, ein Mann aus der Industrie selbst. Robert Parker, der amerikanische Weinkritiker luft auf Platz 5 ein, die Burgunder Jean-Claude Boisset und Aubert de Villaine auf Platz 7 und 9. Michel Rolland, der berühmte Weinmacher, taucht in der Liste der 20 wichtigsten Protagonisten ebenso wenig auf wie eine Frau - Philippine de Rothschild als erste belegt Platz 24 -, oder ein Chinese, ungeachtet der enormen Rolle, die Letztere heute für den Weinbau der Grande Nation heute spielen.

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