WorldWine Portrait

November 2010

Blaue Dose und rote Flasche

von Eckhard Supp

 
 
Wahrscheinlich gibt es auf diesem Planeten nicht viele Menschen, die nicht wissen, was Campari ist. Nur wenige von ihnen aber wissen, dass sich um die Marke Campari ein riesiges Konglomerat an teilweise weltbekannten Spirituosen-, Wein- und Softdrinkmarken rankt. Cinzano, Aperol, Glen Grant, Cynar, Dreher, Wild Turkey oder Ouzo 12 sind nur einige der bekanntesten von ihnen. Anlässlich seines letzten Besuchs in Hamburg hatte ich Gelegenheit zu einem kurzen, aber interessanten Gespräch mit einem Mitglied des Verwaltungsrats der Gruppe.
 
 
Dr. Thomas Ingelfinger beim Gespräch im Hamburger "Fadda"
(Foto: E. Supp)

Es war wohl eine der überraschendsten E-Mails, die ich in diesem Jahr erhielt. Absender war Thomas Ingelfinger, Marketingspezialist des Hamburger Nivea-Produzenten Beiersdorf, den ich vor mehr als sechs Jahren privat kennengelernt, dann aber mehr oder weniger aus den Augen verloren hatte. Der Inhalt der Nachricht? Ingelfinger ließ mich wissen, dass er seit einigen Monaten zusätzlich zu seiner Arbeit als Geschäftsführer der italienischen Beiersdorf-Tochter jetzt auch im Verwaltungsrat der Davide Campari - Milano S.p.A. sitze. Der ganz private Kontakt hatte ganz plötzlich eine berufliche Dimension bekommen.

Die kleine Osteria in Hamburgs Heußstraße, in der wir uns auf einen Kaffee trafen, passte wie angegossen zum Thema: auf der Weinkarte, in allen Regalen, an allen Wänden Flaschen, Poster und Weinkisten von Sella & Mosca, dem sardischen Renommierweingut, das schon seit langem zum Campari-Imperium gehört.

Von der Dose zur Flasche

Wie kommt man von Hautcremes, Shampoos und Schönheitsprodukten zum Wein, zu Alkoholika und zu Softdrinks? Es war die nächstliegende, erste Frage, und das nicht ohne Grund, denn quereinsteigende Marketingexperten, die in der Weinbranche mit ihren ganz spezifischen Strukturen und Anforderungen grandios scheiterten, hat es in den letzten zwei Jahrzehnten meiner Erinnerung nach jede Menge gegeben.

"Um das beantworten zu können, will ich erst einmal klar machen, was die Aufgaben des Verwaltungsrats in der italienischen Unternehmensstruktur sind", holt Thomas Ingelfinger aus, und erklärt, dass Italien, im Unterschied zu Deutschland mit seiner dualen Struktur von Aufsichtsrat und Vorstand, die strikt getrennt sind und ganz unterschiedliche Aufgaben haben, ein einstufiges Unternehmensmodell kennt. Wie im angelsächsischen Raum ist der Veraltungsrat, das englische "board", eine Mischung aus den beiden deutschen Strukturen. Ihm gehören Mitglieder an, die operative Verantwortung tragen, die Vorstände, und solche, die eher Kontrollfunktionen ausüben und die allgemeine Gruppenstrategie mit definieren." [...]

Aus unserer Weingutsdatenbank

Sauvignon blanc von Winkler-Hermaden
Sauvignon blanc von Winkler-Hermaden

@@ Weingut Winkler-Hermaden - Südoststeiermark (Österreich)
Schloß Kapfenstein - 8353 Kapfenstein 105
Tel: 03157-2322, Fax: 03157-23224, E-Mail: weingut@winkler-hermaden.at, Homepage: www.winkler-hermaden.at
Besitzer: Georg Winkler-Hermaden
Weinberge bewirtschaftet (ha): 14,5
Weinbergslagen: in Kapfenstein: Kirchleiten, Schlosskogel, Rosenleiten, Hinteregg, Winzerkogel, in Klöch (Domäne Stürgkh): Hochwarth, Ölberg
Rebsorten: Sauvignon blanc, Gewürztraminer, Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Traminer, Riesling, Zweigelt, Merlot, Spätburgunder, St. Laurent, Cabernet Sauvignon
Weinnamen: Olivin, Hermada, Caphenstein
jährliche Flaschenfüllung: 180.000
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Das Weingut liegt im Südosten der Steiermark, mitten im Steirischen Vulkanland, nur wenige Kilometer von der slowenischen und ungarischen Grenze entfernt. Die Weingärten Winzerkogel, Kirchleiten, Schlosskogel, Rosenleiten und Hinteregg sind auf den steilen Abhängen eines Vulkankegels angelegt. Seit dem Jahrgang 2004 werden zusätzlich die Weingärten Hochwarth und Ölberg des Gräflich Stürgkh'schen Weingutes (Domäne Stürgkh) in Klöch bewirtschaftet.
Unsere Familie, in deren Besitz sich die Wehrburg aus dem 11. Jahrhundert befindet, führt das Gut seit 1918. 13 verschiedene Sorten wachsen auf einer Fläche von 35 Hektar. Ein Schwerpunkt unserer Produktion liegt auf Sauvignon blanc und den Burgundersorten (Morillon, Weißburgunder, und Grauburgunder), der andere liegt, ungewöhnlich für die Steiermark, auf Rotwein (Blauer Zweigelt, Pinot noir, Cabernet Sauvignon, Merlot und St. Laurent). Welschriesling als die bekannteste steirische Sorte und als besondere Spezialität unseres vulkanischen Bodens sowie Traminer und Gewürztraminer runden das Sortiment ab.
Durch qualitätsorientierten Schnitt, möglichst naturnahe Bewirtschaftung, Traubenausdünnen, intensive Laubarbeit und Mengenbegrenzung versuchen wir, den optimalen Reifegrad jeder Sorte zu erreichen. Selektive Handlese, schonende Traubenverarbeitung und möglichst wenige Eingriffe in den darauf folgenden Ausbau der Weine ist unsere Devise, um den typischen Charakter der jeweiligen Sorten zu erhalten.

Unsere besten Rotweine, aber auch ausgesuchte Weißweine werden seit einigen Jahren in Barriques ausgebaut. Das Holz, aus dem die kleinen Eichenfässer gemacht werden, stammt aus dem eigenen Wald auf dem Kapfensteiner Kogel.


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