Stichwort: Herkunftsbezeichnungen

Chile: Kritik an neuen Herkunftsbezeichnungen

Bereits 2011 hatte sich der chilenische Weinbau nach langen und zähen Verhandlungen drei neue Herkunftsbezeichnungen gegönnt, jetzt aber regt sich, glaubt man einem Bericht von decanter.com, immer massivere Kritik an den neuen Appellationen. Entstanden war die neue Nomenklatur, weil Chiles Weinbaugebiete, das bekannteste, das Valle del Maipo vorneweg, traditionell sehr verschiedene klimatische und geologische Konfigurationen umfassen, deren Diversität hinter dem gleichmacherischen Appellationsnamen nicht erkennbar wird. Dieser Problematik hatte man durch das Ausweisen von Mikrozonen wie Colchagua - Apalta oder Valle del Maipo - Isla del Maipo Herr zu werden versucht, aber dieser Ansatz wurde dem größten Teil der chilenischen Rebflächen, die außerhalb solcher Kleinstgebiete lagen, nicht gerecht.


Viña Errazuriz im Valle del Aconcagua ist einer der renommiertesten Betriebe des Landes. Ob man sich dort der neuen Herkunftsbezeichnungen bedienen wird ist mehr als fraglich. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 30.11.2012 - 0 Kommentare

EU: Abkommen zum Schutz von Herkunftsnamen mit Georgien

Nach dem Muster der Abkommen, die in vergangenen Jahren mit Weinbauländern der Neuen Welt wie den USA oder Kalifornien geschlossen wurden, hat die EU jetzt eine Vereinbarung mit Georgien unterzeichnet, nach der europäische Herkunftsbezeichnungen auf dem georgischen Markt, traditionelle georgische Herkunftsnamen wie Tsinandali, Akhaseni oder Mukuzani dagegen auf den EU-Märkten geschützt sind.

Newsartikel - - 26.05.2011 - 0 Kommentare

Australien: Gewinner und Verlierer in der Krise

Auch die schwere Weinbaukrise, die Australien seit einigen Jahren erschüttert, hindert das Land nicht daran, weitere Weinbaugebiete auszuweisen bzw. zu offiziellen Herkunftsbezeichnungen zu machen. So jüngst im Falle von Mount Gambier im äußersten Südosten von Südaustralien, das jetzt als offizielle Appellation (G. I., Geographical Appellation) anerkannt wurde. Hier hatten große Kellereigruppen wie beispielsweise Wolf Blass schon seit langem Rebflächen entwickelt, da sie die Traubenqualitäten aus dem recht kühlen Klima für ihre Cuvées benötigten.

Newsartikel - - 13.01.2011 - 0 Kommentare

Neue Appellationen in Südafrika

Südafrikas Appellationssystem ist, wie das anderer Länder der Neuen Welt, die sich erst in den letzten Jahren/Jahrzehnten ein System von Herkunftsbezeichnungen gegeben haben, immer noch gelegentlichen - und gelegentlich sogar grundlegenden - Änderungen unterworfen. Da tauchen neue Namen auf, alte werden neu zugeordnet. Von der südafrikanischen Weinwerbung haben wir soeben die aktuelle Liste erhalten, die wir für alle Freunde südafrikanischer Weine hier veröffentlichen. In den nächsten Tagen wird diese neue Systematik dann auch in unserem Lexikon zu finden sein. Die südafrikanischen Appellationskategorien haben in etwa folgende Bedeutung: region = größere Weinbauregion, district = Weinbaudistrikt oder Anbaugebiet, ward = Bereich oder Lage.

Die Weinbaugebiete (Stand 2010)

Blogeintrag - Eckhard Supp - 05.01.2011 - 2 Kommentare

Glaub keiner Statistik: Herkunft, Sorte oder Marke?

von Eckhard Supp - Worauf achten Weintrinker bei Ihrer Kaufentscheidung? Auf die Herkunft, die Rebsorte? Auf Markennamen? Nur auf den Preis? Die Frage hat in den letzten Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt. Zwei neuere Untersuchungen machen das Chaos jetzt komplett.

Die jüngere der beiden (Die meisten Europäer achten auf die Marke) stammt von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die ältere (Studie zum Konsum von Wein) von der Universität Mannheim, die - nach der umfangreichen Liste der "Partner" auf dem Titelblatt zu urteilen - offenbar im Auftrag der europäischen Korkindustrie "geforscht" hat.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 15.11.2010 - 0 Kommentare

EU-Reform: Das Ende der Steillagen?

(Oktober 2010) - Wer in den letzten Monaten Weinfachpublikationen gelesen oder sich mit Weinbaufunktionären unterhalten hat, fand sich wiederholt mit einem angeblich "ganz heißen" Thema konfrontiert: der im vergangenen Jahr verabschiedeten europäischen Weinmarktreform. Sie bedrohe in letzter Konsequenz, so hieß es unisono, die Steillagen - vor allem die deutschen - und damit einen wesentlichen Bestandteil unserer Weinbaukultur. Eine ernste Gefahr also, diese Reform?

Editorial - Eckhard Supp - 26.10.2010 - 1 Kommentar

Neue Appellationsnamen in Frankreich

Wohl um dem negativen Imagetransfer zu entgehen, der vom südfranzösischen Kernkraftwerk von Tricastin ausgeht, haben die Winzer der südlichen Rhône die Umbenennung ihrer Appellation von Coteaux du Tricastin in Grignan-Les Adhémars beim INAO beantragt, und jetzt auch dessen Zustimmung erhalten. Ob der für Ausländer kompliziert klingende Name Grignan-Les Adhémars dem Absatz der Weine des Tricastins wirklich hilft oder nicht genau so hinderlich ist wie der alte, negativ besetzte, muss sich allerdings erst noch erweisen.

Newsartikel - - 02.09.2010 - 0 Kommentare

US-Studie: Herkunft ist die Grundlage für Vermarktungserfolg

Entgegen einer in den letzten Jahrzehnten immer häufiger zu hörenden Meinung, nach der Herkunftsbezeichnungen kaum noch eine Rolle bei der Kaufentscheidung von Konsumenten spielen, hat jetzt eine Studie der School of Economic Sciences der Washington State University die Bedeutung von Appellationen unterstrichen und gezeigt, dass deren konsistentes Qualitätsimage der Schlüssel zum Erfolg jedes einzelnen Erzeugers ist.

Newsartikel - - 31.10.2009 - 0 Kommentare

Prügel für die EU

Hätte mir vor einigen Jahren jemand prophezeit, ich würde einmal die EU und ihre Bürokraten verteidigen, ich hätte ihm wahrscheinlich nur einen Vogel gezeigt - natürlich nur gedanklich, versteht sich. Und doch passierte genau dies in den letzten Wochen gleich mehrfach: Ich musste die EU und ihr Regelwerk verteidigen! Worum es ging?

Editorial - Eckhard Supp - 14.04.2009 - 0 Kommentare

Viel Lärm um nichts? - Blogger Roundtable zur EU-Weinmarktsreform

Von Eckhard Supp – Nein, einen unsympathischen oder gar unangenehmen Eindruck machte Lars Hoelgaard nicht, wie Michael Pleitgen bereits schrieb. Der höchste „Weinbeamte der EU“ – so der Hamburger Weinjournalist Mario Scheuermann bei der Vorstellung des Gastes, den er zum 2.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 12.03.2009 - 2 Kommentare

Neue Appellationsgliederung in Chile

Maipo, die weltweit bekannteste Herkunftsbezeichnung des chilenischen Weinbaus, könnte einem Bericht von decanter.com zufolge, schon bald kein einheitliches Anbaugebiet mehr bezeichnen, sondern ein Ensemble aus drei Gebieten, von denen eines an den Andenhängen, eines im Central Valley und eines in der Nähe des Ozeans angesiedelt wäre. Das sieht zumindest die Neuordnung der chilenischen Weinbaulandschaft vor, die gegenwärtig vom Landwirtschaftsministerium in Santiago vorbereitet wird.

Newsartikel - - 18.12.2008 - 0 Kommentare

Bordeaux jetzt wirklich drei Appellationen "kleiner"?

Nachdem die britische Publikation decanter.com bereits für das Jahr 2007 eine Zusammenlegung der Bordeaux-Appellationen Premières Côtes de Blaye, Premières Côtes de Bordeaux, Côtes de Francs und Côtes de Castillon zur neuen Herkunftsbezeichnung Côtes de Bordeaux verkündet hatte (wir berichteten), vermelden verschiedene englisch- und deutschsprachige Online-Dienste jetzt erneut die endgültige gesetzliche Verabschiedung dieser Maßnahme, die mit dem aktuellen Jahrgang 2008 erstmals Anwendung finden soll.

Newsartikel - - 27.10.2008 - 0 Kommentare

Bordeaux: Ab 2007 drei Appellationen weniger

Mit dem aktuellen Jahrgang 2007 sollen im französischen Bordeauxgebiet drei Appellationen von der Wein-Landkarte verschwinden. Die A.C.-Gebiete Premières Côtes de Blaye, Premières Côtes de Bordeaux, Côtes de Francs und Côtes de Castillon werden in Zukunft unter der einheitlichen Bezeichnung Côtes de Bordeaux firmieren, wie die britische Publikation decanter.com meldet.

Newsartikel - - 11.08.2007 - 0 Kommentare

Bio-Konfusion - nicht nur in Großbritannien

Eine große Mehrheit auch regelmäßiger Weinkonsumenten scheint - zumindest in Großbritannien - vollkommen im Unklaren darüber, was ökologischer bzw. organischer Weinbau zu bedeuten hat. Dies geht aus einer von decanter.com zitierten Studie hervor, die jetzt von den Marktforschern von "Wine Intelligence" veröffentlicht wurde.

Newsartikel - - 26.06.2007 - 0 Kommentare

Frankreich plant die Zukunft und dreht das Rad zurück

Mit einer neuen, nationalen Herkunftsbezeichnung auf Ebene der Landweine möchte Frankreich der wachsenden Konkurrenz aus den Übersee-Weinländern Paroli bieten. Die Planungen, die bereits Unterstützung von offizieller Seite erzielten, wie das Internetportal Beverage daily berichtet, sehen vor, unter der Bezeichnung "Vignobles de France" erstmals Landweine verschiedener Regionen verschneiden zu können. Die neue Bezeichnung habe, so glaubt man, den Vorteil, das magische Wort "Frankreich" im Namen zu tragen, das weltweit Erfolg garantiere.

Newsartikel - - 26.01.2007 - 0 Kommentare

AOC-Reform stößt auf Widerstand

Die Reform der französischen Appellations d’Origine trifft zum Teil auf erheblichen Widerstand. Und der Ton in der Auseinandersetzung wird rauer. René Renou, der Präsident des INAO (Institut National des Appellations d’Origine), hat jetzt den Regionen, die den Neuerungsplänen besonders kritisch gegenüber stehen (darunter auch Bordeaux und Burgund) vorgeworfen, sie verhielten sich, „als hätten sie das göttliche Recht, nur das zu tun, was ihnen gefällt.“ Gleichzeitig gab Renou zu verstehen, dass er auf jeden Fall an den Plänen festhalten werde.

Newsartikel - - 07.01.2005 - 0 Kommentare

Kommt die neue französische Super-AOC? 

Wie bereits mehrfach berichtet, sucht die französische Weinwirtschaft derzeit fieberhaft nach Wegen aus der Absatzkrise. Insbesondere der Verlust strategischer Marktpositionen in den USA und in Großbritannien hat die Verantwortlichen nach Jahren tatenlosen Zusehens jetzt endlich wach gerüttelt. Was jedoch jetzt als Heilmittel gegen die ökonomischen Wunden propagiert wird, scheint wenig aussichtsreich, um dem Aderlass Einhalt zu bieten.

Newsartikel - - 10.06.2004 - 0 Kommentare

Côtes oder Goats 

Südafrikas Starwinzer Graham Back ist ernstlich mit dem französischen INAO (Institut National des Appellations d'Origine) aneinander geraten. Der dynamische und leicht provokativ veranlagte Back hatte Weine mit den Bezeichnungen "Goats do Roam", "Goats Roti" und schließlich "Goats do Roam in Villages" auf den Markt gebracht, wobei er im persönlichen Gespräch nie verhehlte, bei den Weinen aus Rhône-Rebsorten direkt auf die französischen Appellationen "Côtes du Rhône" und "Côte Rôtie" zu zielen.

Newsartikel - - 12.03.2004 - 0 Kommentare

Herkunftsbezeichnungen versus Weinmarken - Juristenkongress in Reims 

Die Champagner-Haupstadt Reims ist am 18. und 19. März Schauplatz einer Konferenz der Internationalen Weinjuristen Vereinigung zum Thema "Der Konflikt zwischen Herkunftsbezeichnungen und Marken bei Weinen und Spirituosen".  Die Vorträge behandeln Themen wie zum Beispiel die juristische Unterscheidbarkeit beider Arten von Weinbezeichnungen, den Schutz der beiden Kategorien voreinander und konkrete Konflikte wie den zwischen der Herkunftsbezeichnung Napa Valley und der Marke Napa Ridge.

Newsartikel - - 04.02.2004 - 0 Kommentare

Moselaner fordern Herkunftsangaben für Sekt

Adolf Schmitt, Weinbaupräsident des Anbaugebiets Mosel-Saar-Ruwer, ist zum Jahresende mit der Forderung an die Öffentlichkeit getreten, Herkunftsbezeichnungen für deutsche Sekte einzuführen, die dem Verbraucher eine bessere Orientierung ermöglichten.

Newsartikel - - 07.01.2004 - 0 Kommentare