Stichwort: Naturkork

Korkschmecker schmecken nicht

Sie dachten, TCA-(Korkschmecker)-verseuchte Weine riechen und schmecken scheußlich? Weit gefehlt - das jedenfalls behaupten jetzt japanische Forscher, die davon überzeugt sind, dass ihre Studien das Wissen über die Auswirkungen von TCA (2, 4, 6 - Trichloranisol) vollständig revolutionieren könnten. Die Japaner behaupten, dass die Wirkung des TCA nicht darin besteht, besonders unangenehm zu riechen oder zu schmecken, sondern darin, die Geschmackspapillen sozusagen zu verschließen, so dass sie einfach nichts mehr wahrnehmen können.


Abgeerntete Korkeichen in Spaniens Extremadura - die Rinde gilt als Hauptverursacher von Korkschmeckern. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 19.10.2013 - 0 Kommentare

Leser fragen ...

Heiko Solbach fragt: Hallo, manche Experten sagen, dass der Naturkorken zwar wasserdicht ist, aber eine ganz geringe Menge Luft durch lässt, und dadurch würden die Weine reifen. Andere sagen der Korken wäre, nach neusten Erkenntnissen, komplett dicht, und die Menge Luft die noch in der Flasche ist,reiche aus für eine Flaschenreifung. Was ist denn jetzt richtig?

Leser fragen ... - enoworldwine - 05.02.2013 - 0 Kommentare

Tatort. Kriminelle Weinverschluss-Sache

von Andreas Bürgel (Querschläger) - Ich verließ die Stadt auf der Ausfallstraße. Im Berufsverkehr sah sie meist aus wie der längste Parkplatz der Republik. Um diese Zeit aber war hier nicht mehr viel los. Das Radio spielte einen Song von Keb Mo und ich begann mich ein wenig zu entspannen.

Als ich die Stadt ein paar Kilometer hinter mir gelassen hatte, kam ich auf eine lange, dunkle und baumgesäumte Straße, an der nur wenig Häuser lagen. Nach einigen Minuten bog ich zwischen Birken in eine Hofzufahrt ein. Auf dem nur schwach beleuchteten Platz vor dem zurück gelegenen Haus befanden sich bereits einige Fahrzeuge. Kombis, Limousinen, die meisten waren Mittelklassefahrzeuge, recht typisch für diesen Anlass. Ich stieg aus dem Wagen und sah Harry auf mich zukommen. Er sah reichlich mitgenommen aus, beinahe ein wenig grün im Gesicht.

Blogeintrag - - 27.02.2012 - 0 Kommentare

Es korkt ... in der Korkdiskussion

von Eckhard Supp - "Vielleicht klingt es ketzerisch, aber ich bin überzeugt, dass das Problem innerhalb weniger Jahre zu lösen wäre, könnten sich ein paar der renommiertesten Weinproduzenten der Welt ... dazu entschließen, ... Schraubverschlüsse oder Kronkorken zu verwenden". Als ich diese Zeilen im Spätherbst 1991 für mein Buch "Wein für Einsteiger" (erschienen 1992) schrieb, hatten sie bei weitem nicht nicht die prophetisch anmutende Konnotation, die man heute, im Abstand von fast 20 Jahren, in ihnen lesen könnte. Vielmehr griff ich nur einen Gedanken auf, den bereits weitere 16 Jahre zuvor, im Jahre 1976 also, der Kollege Peter Espe (Falkenstein) in seinem Buch "Tips für den Weinkauf" niedergeschrieben hatte: "Eine Revolution in der Wein-Abfüllung kommt ohnedies unaufhaltsam auf uns zu. Der Korken wird mehr und mehr vom Schraubverschluss abgelöst."

Blogeintrag - Eckhard Supp - 19.11.2010 - 3 Kommentare

Decanter: Schraubkapseln beste Weinverschlüsse

Decanter, das bekannte britische Weinmagazin, hat jetzt ganz offiziell Schraubverschlüssen als Alternative zum klassischen Naturkork seinen Segen erteilt. In seiner jüngsten Ausgabe beziehen die wichtigsten Autoren der Zeitschrift, Steven Spurrier, Huan Hooke, Charles Metcalfe und Joanna Simon klar Stellung zugunsten des "Stelvin"-Systems für Weiß- und Rotweine. Insbesondere bei delikaten Weißweinen sei der Schrauber die einzige Garantie dafür, dass der Wein so beim Konsumenten im Glas lande, wie ihn der Produzent auch haben wollte.

Newsartikel - - 28.07.2008 - 0 Kommentare

Korkschmecker stammt nicht immer vom Korken 

Korkschmecker müssen nicht immer von fehlerhaften Korken stammen, behaupten jetzt Forscher eines Weinlabors in Mérignac bei Bordeaux, die eine neue Substanz entdeckt haben wollen, deren geruchliche und geschmackliche Wirkung im Wein der des echten Korkschmeckers zum Verwechseln ähnelt. Der Schuldige hört auf den Namen 2,4,6-Tribromanisol, TBA (der echte Korkschmecker entsteht durch 2,4,6-Trichloranisol, TCA), und verbreitet sich angeblich durch die Luft, befällt dabei vor allem Holzfässer, Plastikgeräte und - doch wieder! - Korken.

Newsartikel - - 04.02.2004 - 0 Kommentare

25 Prozent der Korken Auschuss sagen Australier

Zwar behauptet die Korkindustrie nach wie vor, lediglich ein minimaler Teil ihrer Produktion (1 - 3 Prozent) sei fehlerhaft und verursache Korkschmecker, der größte Korklieferant Australiens, der jetzt ein neues Verfahren vorstellte, mit dem Korken vor der Auslieferung systematisch auf TCA, den Auslöser des Korkschmeckers überprüft werden können, kommt jedoch zu ganz anderen Ergebnissen.

Newsartikel - - 08.11.2003 - 0 Kommentare

Henschke gegen Naturkork und Frick mit Kronenkork

Stephen Henschke, einer der besten Erzeuger Australiens, hat jetzt dazu aufgerufen, dem Korkdesaster Einhalt zu gebieten. Er kündigte an, schon in diesem Jahr fast seine gesamte Weißweinproduktion mit Schraubverschluss in den Handel bringen zu wollen. Auch einige seiner besten Roten werden in Zukunft nicht mehr mit Naturkorken sondern mit Metall verschlossen. Henschke berichtet von Erfahrungen mit seinem 1995er Keyneton Estate Shiraz-Cabernet-Malbec, von dem er einen Teil mit Kork, einen anderen mit Schraubverschluss füllte.

Newsartikel - - 23.02.2003 - 0 Kommentare

Korkstudie wissenschaftlicher Nonsense?

Wie bereits von Eno WorldWine vermutet, war die aufwändige Korkstudie, die die britische Wine & Spirits Association kürzlich veröffentlichte, unter wissenschaftlichen Aspekten nicht ganz lupenrein. Dies geht aus einem Artikels im britischen Harper's Magazine hervor, in dem insbesondere kritisiert wird, dass die Zeitspanne zwischen erster und Kontroll-Untersuchung zu lang gewesen seien. Es sei aber erwiesen, dass TCA, der Verursacher des Korkschmeckers, so instabil sei, dass er längere Öffnung der Flasche nicht überstehe.

Newsartikel - - 17.10.2002 - 0 Kommentare

Sabaté-Aktienkurs bricht weiter ein

Der Kurs der Aktien von Sabaté-Diosos, einem der größten Kork- und Barrique-Produzenten der Welt, sind im laufenden Monat erneut eingebrochen und sanken zwischen dem 4. und 17. September von 7,60 auf 5,78 Euro. Damit besitzen sie nur noch etwa 15 Prozent ihres Wertes vom Januar 2001. Grund für diesen Einbruch ist neben den Schwierigkeiten im Kork-Bereich - vor allem das Sabaté-Produkt Altec war in der letzten Zeit wiederholt in die Schlagzeilen geraten - wohl auch die schlechte Entwicklung des Barrique-Marktes in Folge der Krise des Weinmarkts.

Newsartikel - - 19.09.2002 - 0 Kommentare

Eine Million Korkschmecker im Jahr in Großbritannien

Eine Million Korkschmecker - so das Verdikt der britischen Wine & Spirits Association - finden Jahr für Jahr den Weg in die Regale der Weinhandlungen des Landes, wie decanter.com jetzt berichtete. Danach hat eine Gemeinschaftsstudie von Korkindustrie, Weinhandel, LEH und Weinerzeugern heraus gefunden, dass zwischen 0,7 und 1,2 Prozent der Weine auf dem britischen Markt einen Korkschmecker haben. Von überprüften 13.780 Flaschen wurde auf den Gesamtmarkt hochgerechnet, was die Zahl von einer Million ergab.

Newsartikel - - 24.07.2002 - 0 Kommentare

Franzosen lieben Naturkork

<p><span style="color: rgb(255, 0, 0);">S</span>ofres, das französische Marktforschungs-Institut, hat jetzt im Auftrag der französischen Korkproduzenten eine Umfrage durchgeführt, mit der die Haltung der Franzosen zum Naturkork eruiert werden sollte. Das Ergebnis, das dem einer ähnlichen Studie in Großbritannien entspricht, die kürzlich veröffentlicht wurde, belegt, dass die französischen Verbraucher noch stark am traditionellen Bild des Korkens als dem (!) Verschluss für Qualitätsweine festhalten.

Newsartikel - - 07.07.2002 - 0 Kommentare

Prinz Charles gegen synthetische Stopper und für Naturkork

Englands offizieller Thronfolger, Prinz Charles, hat sich bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch gegen synthetische und für Naturkorken ausgesprochen. Seiner Meinung nach seien Plastikkorken "eklig", und nur die Produktion von Naturkork könne garantieren, dass die spanischen und portugiesischen Korkwälder, die "dehasas", intakte Ökosysteme blieben. Von Seiten der englischen Presse bekam der Prinz dafür postwendend Prügel.

Newsartikel - - 19.06.2002 - 0 Kommentare

Kork: Die unendliche Geschichte

 
 

Reportage - Eckhard Supp - 31.05.2002 - 0 Kommentare

Korkindustrie investiert in TCA-Forschung

Portugals Kork-Industrie will in den kommenden zwei Jahren 2,5 Mill. EUR für die Recherche nach Lösungen des Korkschmecker-Problems investieren. Diese Nachricht ergänzt die Meldung, dass Sabaté-Diosos, der weltgrößten Kork-Hersteller, vor einigen Wochen ein britisches Labor mit ähnlichen Untersuchungen beauftragt hat. Gleichzeitig greifen immer mehr Weinmacher der ganzen Welt zu Alternativ-Lösungen.

Newsartikel - - 27.05.2002 - 0 Kommentare

Wein in Zahlen - Korkdrama

Nach Angaben der Korkindustrie werden in der Welt rund 18 Milliarden Flaschen Wein pro Jahr gefüllt, von denen knapp die Hälfte mit Naturkork verschlossen ist - macht etwa acht Mrd Flaschen. Rechnet man nur mit einem (niedrig angesetzten) Anteil von fünf Prozent mehr oder weniger durch den Kork verdorbener Weine, so ergibt das jedes Jahr die gigantische Zahl von 400.000.000 (400 Millionen!) Flaschen, ein wirtschaftlicher Schaden von mehreren Milliarden Euro.

Newsartikel - - 30.04.2002 - 0 Kommentare

Chianti Classico diskriminiert Kork-Alternativen

Ungeachtet der seit Jahren andauernden Diskussion um Alternativen zum Naturkork für den Verschluss von Qualitätsweinen, sind auch in den neuen Produktionsstatuten des Chianti Classico wieder Bestimmungen aufgenommen worden, die jede Alternative von vornherein diskriminieren und die absolut notwendige Suche nach einem Ersatz blockieren.

Newsartikel - - 12.03.2002 - 0 Kommentare

Produkte - Mut zeiget ...

Alle reden vom Korkproblem, wir nicht! So oder ähnlich könnte das Credo zweier Erzeuger lauten, die in der Korkfrage den vielleicht mutigsten, kompromisslosesten Schritt gemacht haben. Nicht mit Naturkork, mit Plastik oder Schraubkapseln verschließen sie ihre Flaschen, sondern mit Kronkorken. Mehr noch: In diese Flaschen werden nicht etwa Billigweine von fragwürdiger Qualität gefüllt, sondern absolute Spitzenprodukte. Die Rede ist vom Weingut Querbach aus Oestrich im Rheingau und von der Kellerei F. & M. Scrimaglio im piemontesischen Nizza Monferrato.

Blogeintrag - - 01.02.2002 - 0 Kommentare

Jetzt reicht es!

Alle Jahre wieder veranstaltet die Korkindustrie Konferenzen, auf denen sie die "unmittelbar bevorstehende, definitive und ultimative Lösung des Korkproblems" ankündigt - ein Versprechen, das man natürlich nicht im Entferntesten zu realisieren in der Lage ist. Die Wahrheit ist, dass die Häufigkeit von Korkschmeckern eher zu- als abnimmt.

Editorial - Eckhard Supp - 01.02.2002 - 0 Kommentare

Kronkorken für Spitzenweine

Einen mutigen Schritt haben Wilfried und Peter Querbach aus dem Rheingau getan. Sie werden ihre Weine in Zukunft nicht mehr mit Naturkork verschließen, sondern mit Kronkorken und einer speziell dafür entwickelten Kapsel. Der Vorteil: Es gibt keinen Korkschmecker und kein Auslaufen der Flaschen mehr. Die Querbachs setzen den neuen Verschluss dabei mitnichten nur für Literware oder einfache QbA-Weine ein, sondern vor allem bei ihrem Top-Sortiment, den Ersten Gewächsen aus Spitzenlagen, bei denen sie gutes Alterungspotenzial sehen, das nur durch den Naturkork gefährdet ist.

Newsartikel - - 13.02.2001 - 0 Kommentare