Stichwort: Pflanzrechte

EU reicht Pflanzrechtsreform an Mitgliedsstaaten zurück

Während sich deutsche Weinfunktionäre und Politiker noch immer in ihrem Windmühlenkampf gegen die von der EU geplante Liberalisierung der Pflanzrechte im europäischen Weinbau ertüchtigen - s. dazu auch die Diskussionen um einen kürzlich in der Zeitschrift Wirtschaftswoche erschienenen Artikel - hat die EU längst ihren Kurs geändert bzw. dem hartnäckigen Widerstand aus zahlreichen Mitgliedsstaaten angepasst. Die Expertenrunde, die bis zum Jahresende 2012 an dieser Anpassung arbeitete, hat kurz vor Jahresende die Empfehlung abgegeben, eine Art Regulierungsinstrument im Stil der alten Pflanzrechtsbeschränkungen beizubehalten, deren Verwaltung aber in die Hände des jeweiligen Mitgliedslandes zu legen.


Bringt die EU-Pflanzrechtsreform deutsche Steillagen - im Foto Weinberge im fränkischen Mainstockstadt - in Gefahr? (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 10.01.2013 - 0 Kommentare

Die Wiwo und der Wein - Was vom Versprechen eines Chefredakteurs zu halten ist

von Eckhard Supp - Facebook war mal wieder Schuld! Oder besser, der Kollege Mario Scheuermann. Der postete nämlich am vergangenen Samstag einen Link zur Onlineseite des (zumindest bis vergangenen Samstag) renommierten Fachmagazins Wirtschaftswoche. Der Artikel, in dem es um die Liberalisierung der Pflanzrechte des europäischen Weinbaus durch die EU ging, war zwar eigentlich nicht der Rede wert - er bestand hauptsächlich aus zwei oder drei von Weinbaufunktionären und dem baden-württembergischen Verbraucherminister Alexander Bonde vom Bündnis 90/Die Grünen übernommenen, ziemlich substanz- und haltlosen Behauptungen, wie schlimm eine Freigabe der Pflanzrechte den deutschen Weinbau treffen würde.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 07.01.2013 - 0 Kommentare

Quo vadis Europa? Pflanzrechte und Markenweine

(November 2011) - Obwohl die Verantwortlichen der EU erst kürzlich (s. hier...) ihre prinzipielle Position in der Frage der Liberalisierung der Pflanzrechte bekräftigten, dabei allerdings den einzelnen Mitgliedsländern die Möglichkeit signalisierten, eventuelle Beschränkungen selbst verwalten zu können, hat sich das CDU-Mitglied im hessischen Landtag, Peter Seyffardt, im Hauptberuf Besitzer des Diefenhardt'schen Weinguts in Eltville-Martinsthal, jetzt erneut zu Wort gemeldet. Seyffardt bekräftigt seine prinzipielle Opposition gegen die geplante Aufhebung der Pflanzrechtsbeschränkungen, eine Position, die uns in letzter Zeit so oft und so massiv kundgetan wird, dass man eigentlich nur noch versucht ist, sie immer sofort zu entsorgen.


Deutschland verfügt nur noch über minimale Pflanzrechte, ganz anders als beispielsweise Spanien, Frankreich, Italien oder auch Österreich. Regionen wie das süditalienische Apulien - im Foto die Trulli von Alberobello - könnten vom Stopp der Liberalisierung profitieren. (Foto: E. Supp)

Editorial - Eckhard Supp - 20.11.2012 - 2 Kommentare

EU auf Kompromisskurs bei Pflanzrechten

von Eckhard Supp - In einer interessanten Rede hat der EU-Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, José Manuel Silva Rodriguez, gestern in Palermo die neue Linie der Kommission zur geplanten Abschaffung der Pflanzrechtsbeschränkungen im Weinbau skizziert. Wichtigste Message an alle, die in den letzten zwei Jahren die Illusion hegten, sie könnten eine Vereinbarung, die sie selbst mit ausgearbeitet und verabschiedet haben, einfach wieder rückgängig machen und zum Status quo ante zurückkehren: "... die Rückkehr zu einer konservativen Position (d. h. zum alten Regime der Pflanzrechtsbeschränkungen, d. Red.) ist (für die Kommission) nicht vorstellbar, aber ...

Blogeintrag - Eckhard Supp - 22.09.2012 - 0 Kommentare

Pflanzrechtsregulierung: Front gegen Aufhebung wächst

Nachdem bis vor wenigen Monaten (fast) nur Deutsche und Österreicher gegen die im Rahmen des seit 2009 geltenden EU-Weinrechts geplante Aufhebung der Pflanzrechtsbeschränkungen zu kämpfen schienen, hat sich die Front in letzter Zeit um einige illustre Weinbauländer vergrößert. Wie thedrinksbusiness.com berichtet, ist der französische Landwirtschaftsminister Le Maire jetzt aktiv geworden und hat mit Italien, Spanien und Ungarn weitere Weinbau-Schwergewichte für die Idee gewonnen, die geplante Aufhebung des Pflanzverbots wieder rückgängig zu machen.

Newsartikel - Eckhard Supp - 16.08.2011 - 0 Kommentare

EU-Reform: Das Ende der Steillagen?

(Oktober 2010) - Wer in den letzten Monaten Weinfachpublikationen gelesen oder sich mit Weinbaufunktionären unterhalten hat, fand sich wiederholt mit einem angeblich "ganz heißen" Thema konfrontiert: der im vergangenen Jahr verabschiedeten europäischen Weinmarktreform. Sie bedrohe in letzter Konsequenz, so hieß es unisono, die Steillagen - vor allem die deutschen - und damit einen wesentlichen Bestandteil unserer Weinbaukultur. Eine ernste Gefahr also, diese Reform?

Editorial - Eckhard Supp - 26.10.2010 - 1 Kommentar

Sachsen-Anhalt will mehr Weinbau

Die Agrarminister der Bundesländer haben sich jetzt darauf geeinigt, Neuanpflanzungsrechte über 100 Hektar, über die Rheinland-Pfalz noch verfügt, ohne sie zu nutzen, auf andere Bundesländer zu übertragen. Insbesondere Sachsen-Anhalt soll davon profitieren und erhält die Rechte für 31 Hektar. Damit soll jungen Winzern in den Tälern von Saale, Elster und Unstrut Gelegenheit gegeben werden, sich eine Existenz aufzubauen. Der Zuwachs würde das Anbaugebiet Saale-Unstrut auf einen Schlag um knapp 5 % vergrößern.

Newsartikel - - 13.04.2008 - 0 Kommentare