Stichwort: TCA

Korkschmecker schmecken nicht

Sie dachten, TCA-(Korkschmecker)-verseuchte Weine riechen und schmecken scheußlich? Weit gefehlt - das jedenfalls behaupten jetzt japanische Forscher, die davon überzeugt sind, dass ihre Studien das Wissen über die Auswirkungen von TCA (2, 4, 6 - Trichloranisol) vollständig revolutionieren könnten. Die Japaner behaupten, dass die Wirkung des TCA nicht darin besteht, besonders unangenehm zu riechen oder zu schmecken, sondern darin, die Geschmackspapillen sozusagen zu verschließen, so dass sie einfach nichts mehr wahrnehmen können.


Abgeerntete Korkeichen in Spaniens Extremadura - die Rinde gilt als Hauptverursacher von Korkschmeckern. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 19.10.2013 - 0 Kommentare

Neue Forschungen: Korkschmecker kann vom Fass stammen

"Korkschmecker kann durch neues Eichenholz übertragen werden", so die Meldung von Decanter.com, die vor knapp 20 Tagen verschiedentlich Aufsehen erregte. Ganz neu war die Aussage nicht, aber sie bezog sich auf einen Aufsatz*, der seitdem in der französischen Revue des Oenologues erschien, und in dem Forscher der Laboratoires Excell in Mérignac bei Bordeaux, spezialisiert auf Analysen mithilfe von Gaschromatographen und Massenspektrometern, nachwiesen, dass Korkschmecker nicht nur im Korken, sondern in Einzelfällen auch in den Holzdauben neuer Barriquefässer ihre Ursache haben können.

Newsartikel - - 01.10.2010 - 1 Kommentar

Korkschmecker stammt nicht immer vom Korken 

Korkschmecker müssen nicht immer von fehlerhaften Korken stammen, behaupten jetzt Forscher eines Weinlabors in Mérignac bei Bordeaux, die eine neue Substanz entdeckt haben wollen, deren geruchliche und geschmackliche Wirkung im Wein der des echten Korkschmeckers zum Verwechseln ähnelt. Der Schuldige hört auf den Namen 2,4,6-Tribromanisol, TBA (der echte Korkschmecker entsteht durch 2,4,6-Trichloranisol, TCA), und verbreitet sich angeblich durch die Luft, befällt dabei vor allem Holzfässer, Plastikgeräte und - doch wieder! - Korken.

Newsartikel - - 04.02.2004 - 0 Kommentare

25 Prozent der Korken Auschuss sagen Australier

Zwar behauptet die Korkindustrie nach wie vor, lediglich ein minimaler Teil ihrer Produktion (1 - 3 Prozent) sei fehlerhaft und verursache Korkschmecker, der größte Korklieferant Australiens, der jetzt ein neues Verfahren vorstellte, mit dem Korken vor der Auslieferung systematisch auf TCA, den Auslöser des Korkschmeckers überprüft werden können, kommt jedoch zu ganz anderen Ergebnissen.

Newsartikel - - 08.11.2003 - 0 Kommentare

Beaulieu-Keller mit TCA infiziert?

Ein ganzer Lagerkeller ist offenbar bei der Napa-Kellerei Beaulieu (UDV Heublein)  in Kalifornien, einem der Traditionsbetriebe des Landes, mit TCA infiziert und hat für große Mengen fehlerhafter Weine gesorgt. Nach Berichten der Zeitschrift Wine Spectator, die zuerst ein erhöhtes TCA-Vorkommen - TCA ist die Substanz, die für den Korkschmecker verantwortlich ist - bei Beaulieu-Weinen feststellte, konnte dieses erhöhte Vorkommen auch analytisch nachgewiesen werden.

Newsartikel - - 29.09.2002 - 0 Kommentare

Jetzt reicht es!

Alle Jahre wieder veranstaltet die Korkindustrie Konferenzen, auf denen sie die "unmittelbar bevorstehende, definitive und ultimative Lösung des Korkproblems" ankündigt - ein Versprechen, das man natürlich nicht im Entferntesten zu realisieren in der Lage ist. Die Wahrheit ist, dass die Häufigkeit von Korkschmeckern eher zu- als abnimmt.

Editorial - Eckhard Supp - 01.02.2002 - 0 Kommentare