Stichwort: Weingesetz

Quo vadis Europa? Pflanzrechte und Markenweine

(November 2011) - Obwohl die Verantwortlichen der EU erst kürzlich (s. hier...) ihre prinzipielle Position in der Frage der Liberalisierung der Pflanzrechte bekräftigten, dabei allerdings den einzelnen Mitgliedsländern die Möglichkeit signalisierten, eventuelle Beschränkungen selbst verwalten zu können, hat sich das CDU-Mitglied im hessischen Landtag, Peter Seyffardt, im Hauptberuf Besitzer des Diefenhardt'schen Weinguts in Eltville-Martinsthal, jetzt erneut zu Wort gemeldet. Seyffardt bekräftigt seine prinzipielle Opposition gegen die geplante Aufhebung der Pflanzrechtsbeschränkungen, eine Position, die uns in letzter Zeit so oft und so massiv kundgetan wird, dass man eigentlich nur noch versucht ist, sie immer sofort zu entsorgen.


Deutschland verfügt nur noch über minimale Pflanzrechte, ganz anders als beispielsweise Spanien, Frankreich, Italien oder auch Österreich. Regionen wie das süditalienische Apulien - im Foto die Trulli von Alberobello - könnten vom Stopp der Liberalisierung profitieren. (Foto: E. Supp)

Editorial - Eckhard Supp - 20.11.2012 - 2 Kommentare

EU-Reform: Das Ende der Steillagen?

(Oktober 2010) - Wer in den letzten Monaten Weinfachpublikationen gelesen oder sich mit Weinbaufunktionären unterhalten hat, fand sich wiederholt mit einem angeblich "ganz heißen" Thema konfrontiert: der im vergangenen Jahr verabschiedeten europäischen Weinmarktreform. Sie bedrohe in letzter Konsequenz, so hieß es unisono, die Steillagen - vor allem die deutschen - und damit einen wesentlichen Bestandteil unserer Weinbaukultur. Eine ernste Gefahr also, diese Reform?

Editorial - Eckhard Supp - 26.10.2010 - 1 Kommentar

Leser fragen ...

Joachim Schwaiger fragt: Es scheint mir so, dass die 13 Weinregionen Deutschlands bezüglich der A.P.-Nr. zum Teil unterschiedliche Größen und damit Bedeutungen aufweisen. (Z.B. Bayern und Rheinland-Pfalz) Haben Sie bzw. gibt es eine Übersicht, aus der ersichtlich ist, wie die A.P.-Nummern der einzelnen Regionen aufgebaut sind? Für eine Info danke ich schon im Voraus.

Leser fragen ... - - 12.08.2010 - 0 Kommentare

Untergang des Abendlands abgewendet – Die EU und der Rosé

Von Eckhard Supp – Wer  in den letzten Wochen im Internet, insbesondere in einigen der Social Networks, nach dem Thema Rosé und die EU suchte, der wurde nicht nur fündig, er wurde von der Welle des Datenrücklaufs quasi überrollt. Der Tenor des weit überwiegenden Teils der Kommentare war: Unser Rosé ist in Gefahr, die EU öffnet den Weinindustriellen der Neuen Welt Tür und Tor.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 29.06.2009 - 1 Kommentar

Prügel für die EU

Hätte mir vor einigen Jahren jemand prophezeit, ich würde einmal die EU und ihre Bürokraten verteidigen, ich hätte ihm wahrscheinlich nur einen Vogel gezeigt - natürlich nur gedanklich, versteht sich. Und doch passierte genau dies in den letzten Wochen gleich mehrfach: Ich musste die EU und ihr Regelwerk verteidigen! Worum es ging?

Editorial - Eckhard Supp - 14.04.2009 - 0 Kommentare

Falscher Alarm: Doch keine Abschaffung von DOC und DOCG in Italien

Wieder einmal sind - wie im Fall des angeblichen Brunello-Skandals im vergangenen Frühling (wir berichteten) - scheinen einige italienische Publikationen und in ihrem Gefolge auch deutsche Blogger einer italienischen Ente aufgesessen zu sein. Diesmal handelt es sich um keinen Weinskandal, sondern um die "Nachricht", die EU habe per Direktive das Ende der italienischen Herkunftsbezeichnungen DOC und DOCG dekretiert, und durch die neuen Kategorien DOP (Denominazione di origine protetta - nach EU Erlass "Ursprungsbestimmungen" wie z. B.

Newsartikel - - 16.09.2008 - 0 Kommentare

Neue Definitionen im österreichischen Weingesetz

Im österreichischen Weingesetz wurden zwei zentrale Begrifflichkeiten neu definiert. Als Weingut dürfen in Zukunft nur noch Erzeugerbetriebe firmieren, die entweder ausschließlich Wein von eigenen oder aus Weinbergen verarbeiten, für die Bewirtschaftungsverträge geschlossen wurden, sofern deren Gesamtfläche die der eigenen Parzellen nicht übersteigt. Der Begriff der Reserve darf in Zukunft nur für Weine mit einem Mindestalkoholgehalt von 13 Vol.-% verwendet werden. Reserve-Weißweine erhalten erst am 15.

Newsartikel - - 25.01.2008 - 0 Kommentare

Südafrika will Lagenbezeichnungen zulassen 

Südafrikas Winzer und Weinmacher können wahrscheinlich bereits in naher Zukunft ihre Weine unter Lagenbezeichnungen vermarkten. Dies war bislang durch das südafrikanische Weingesetz verboten, das nur Namen von Wards, Districts und Regions - den geographischen Einheiten der Wines of Origin - auf Etiketten zuließ. Obwohl zahlreiche Erzeuger wie Flagstone oder Boekenhoutskloof bereits seit langem Lagenweine vermarkten, durften sie dem Verbraucher diese Tatsache praktisch nicht zur Kenntnis bringen.

Newsartikel - - 07.01.2004 - 0 Kommentare

Neues Weingesetz für Italien

Nach vier Jahren Vorarbeit durch die italienische "Accademia della vite e del vino" scheinen die parlamentarischen Verhandlungen über eine grundlegende Reform des italienischen Weingesetzes jetzt in eine entscheidende Phase eingetreten zu sein. Auf einem jüngst in Siena veranstalteten Kongress formulierte die Weinindustrie noch einmal ihre Ansprüche an das neue Gesetz, das vor allem mit dem System der rigiden und unsinnigen Vorschriften, die Gegenstand der meisten DOC- und DOCG-Produktionsrichtlinien sind, Schluss machen soll.

Newsartikel - - 06.07.2002 - 0 Kommentare

Neue europäische Weingesetzgebung

Ausführliche Vorschläge zur Reform der europäischen Weinmarktordnung sind jetzt dem Rat der EU zur Verabschiedung vorgelegt worden. Der Entwurf er zuständigen Kommisison sieht unter anderem vor, daß das Verbot der Neuanpflanzung von Rebflächen (mit Ausnahmemöglichkeiten) bestehen bleibt und auch die Rodungsprämien, die in der Vergangenheit leider für das Verschwinden vieler hochwertiger Rebflächen gesorgt haben, weiterhin gezahlt werden. Dagegen wird die obligatorische Destillation abgeschafft und durch eine freiwillige Krisendestillation ersetzt.

Newsartikel - - 25.06.1998 - 0 Kommentare

Moderneres Produktionsstatut für Barolo und Barbaresco

Barbaresco und Barolo haben jüngst veränderte und modernisierte Produktionsstatuten bekommen, die mit dem 98er Jahrgang in Kraft treten sollen. Sie sehen insbesondere eine Absenkung der obligatorischen Faßreifedauer vor (neun statt 12 Monate beim Barbaresco, 12 statt 24 Monate beim Barolo) und tragen damit dem zunehmenden Barrique-Ausbau der Weine Rechnung. Bedeutsamer noch könnte die Einrichtung von Teil-Zonen und Lagen werden, die jetzt offiziell auf dem Etikett vermerkt werden dürfen und mit einer rigideren Erntebeschränkung einhergehen.

Newsartikel - - 24.05.1998 - 0 Kommentare

Neue Produktionsvorschriften für Brunello

Ein seit langem von vielen Fachleuten geforderter Schritt in die richtige Richtung ist dem Consorzio del Vino Brunello im vergangenen Dezember gelungen. In einer öffentlichen Anhörung erläuterte das Consorio dem verantwortlichen Weinbaukommittee der Region Toskana seinen Vorschlag, die obligatorische Holzlagerzeit im Rahmen der vorgeschriebenen Gesamtreifezeit von drei auf zwei Jahre abzusenken. Dadurch würde die Lagerzeit in anderen Behältnissen zwansläufig um ein Jahr verlängert.

Newsartikel - - 01.02.1998 - 0 Kommentare