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Der Wein - Basiswissen (18)

Wo wächst der Wein? (C)


Alle Fotos: © Eckhard Supp

 

Zwischen Pannonien und den Alpen

Österreich ist in vier Weinbauregionen gegliedert: Das Weinland mit den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland, das Steiererland, Wien und schließlich das Bergland mit den Bundesländern Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg, in denen allerdings Weinbau nur eine marginale Rolle spielt. Innerhalb dieser Regionen sind 16 Anbaugebiete ausgewiesen: Weinviertel, Wachau, Kremstal, Kamptal, Traisental, Donauland, Carnuntum, Thermenregion, Neusiedlersee, Neusiedlersee-Hügelland, Mittelburgenland, Südburgenland, Südoststeiermark, Südsteiermark, Weststeiermark und schließlich Wien.

Ihr bekanntestes ist die Wachau, deren 1.400 Hektar Weinberge an den steilen Donauhängen zwischen Krems und Melk von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurden. An den weitgehend terrassierten Hängen mit Urgesteinsböden stehen vor allem Grüner Veltliner und Riesling, aus denen mineralische, oft sehr kompakte und häufig alkoholreiche Weine gekeltert werden. An Stelle der gesetzlichen Prädikate wie Spät- und Auslese verwenden die Erzeuger eigene Bezeichnungen für die Qualitätsstufen: Federspiel, Steinfeder und Smaragd.

Ähnliche und ebenso hochwertige Weine werden in den Nachbargebieten Krems- und Kamptal erzeugt, während das riesige Weinviertel wie auch das Donauland vor allem mit leichteren, fruchtigeren Weinen aus Grünem Veltliner glänzen. Wien und die südlich davon gelegene Thermenregion sind ebenfalls für ihre Weißweine bekannt sind – in Wien inbesondere die Spezialität Gemischter Satz aus Trauben verschiedener Sorten, die zusammen geerntet und gekeltert werden, in der Thermenregion die Sorten Zierfandler und Rotgipfler bzw. die Mischung beider unter dem Namen Spätrot-Rotgipfler. Das nahe Carnuntum zwischen Donau und der burgeländischen Grenze dagegen hat sich in den letzten Jahren als ausgesprochener Rotweinspezialist entpuppt. Seine dichten, körperreichen Weine aus Zweigelt, Blaufränkisch oder Sankt Laurent können sogar mit den Gewächsen vom nahen Neusiedlersee konkurrieren.

Burgenland und Steiermark

Dieser große Steppensee an der Grenze zu Ungarn ist das unumstrittene Qualitätszentrum der österreichischen Rot- und Süßweinproduktion. Während das Neusiedlersee-Hügelland am Westufer mit vielschichtige Rotweincuvées,  dem süßen Ruster Ausbruch und kräftigen, im Barrique ausgebauten Weißen glänzt, hat das Gebiet Neusiedlersee am Ostufer in den letzten Jahrzehnten mit teilweise noch üppigeren, komplexeren Süßweinen und vielschichtigen und alterungsfähigen Roten Aufsehen erregt. Ganz auf Rotweine aus der österreichischen Rebsorte Blaufränkisch haben dagegen die Landstriche zwischen dem See und der Steiermark, das Mittel- und das Südburgenland gesetzt.

Die Steiermark, gegliedert in Südost-, Süd- und Weststeiermar, bildet den Abschluss des österreichischen Wein-Halbmonds, der sich an die östlichen Landesgrenzen anschmiegt. Das Klima wird hier von kontinental-pannonischen aber auch von südeuropäisch-mediterranen Einflüssen geprägt. Große Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sorgen für ausgeprägte Fruchtaromen bei den Weinen, deren interessanteste aus Weißweinsorten wie Welschriesling, Sauvignon blanc oder Chardonnay alias Morillon gekeltert werden. Auch wenn die übrigen österreichischen Länder wie Kärnten, Tirol oder Vorarlberg offiziell kleinere Weinbergsflächen besitzen, so spielen sie doch im nationalen Weinkonzert im Vergleich mit den dynamischen Ländern im Osten keine wirklich nennenswerte Rolle.

Während Österreich mit seinen Weinen seit dem Ende der 1980er-Jahre auch auf den internationalen Märkten große Erfolge feiern konnte – burgenländische Süßweine beispielsweise haben weltweit Kultstatus errungen –, so spielte sich der Fortschritt der benachbarten Schweiz – lange Zeit wurde hier nicht mehr als ein Prozent der Produktion exportiert – zumindest für Nichtschweizer fast im Verborgenen ab. Und dies obwohl von den 24 Kantonen immerhin 17 eigenen Weinbau besitzen.

Weinbau dreisprachig

Weingeographisch wird das Land in die französischsprachige Westschweiz – mit knapp 11.500 Hektar Rebflä-
che der bedeutendste Weinerzeuger –, die deutschsprachige Ostschweiz und die italienische Südschweiz unterteilt. Größter Weinbaukanton ist das Wallis im oberen Rhônetal, gefolgt vom Waadtland, Genf, dem Tessin, Zürich, Neuchâtel und Schaffhausen sowie den restlichen Ostschweizer Kantonen. Die Rebflächen sind vor allem in den drei großen Flusstälern der Rhône, des Rheins und des Ticino konzentriert, wo die Reben vorwiegend an steilen und terrassierten Hängen wachsen, die fast nur von Hand bearbeitet werden können. Auf Bodenformationen, die von Schwemmland über kiesige, sandige und lehmige Böden, Jurakalk und Schuttkegel bis hin zu Moränenschottern reichen, wachsen zu 60 Prozent Rotweinsorten. [...]

Aus unserer Weingutsdatenbank

Birgit Braunstein
Familie Endrici

@@ Endrizzi s.r.l - Trentino (Italien)
Località Masetto, 2 - 38010 San Michele All'Adige
Tel: 0461-650129 / 650148, Fax: 0461-650043, E-Mail: info@endrizzi.it, Homepage: www.endrizzi.it; www.125endrizzi.it
Besitzer: Christine & Paolo Endrici
Weinberge bewirtschaftet (ha): 70
Weinbergslagen: San Michele all'Adige: Masetto, Kinderleit, Faedo: Pian di Castello
Rebsorten: Chardonnay, Pinot Grigio, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Merlot, Pinot Nero, Cabernet Sauvignon, Nosiola, Teroldego, Lagrein, Rosenmuskateller, Sangiovese
Weinnamen: Endrizzi - Masetto di Endrizzi - Serpaia di Endrizzi - Culinaria di Endrizzi
jährliche Flaschenfüllung: 600.000
Finden Sie Endrizzi s.r.l auf Google Maps
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Das Trentino, hauptsächlich bekannt durch die großen Hersteller, birgt in seinen kleinen Orten am Fuße der imposanten Dolomiten, kleine wunderbare Entdeckungen so wie das Weingut Endrizzi. Sommers wie Winters findet man hier ein "El Dorado" für Genießer und Naturfreunde, mediterrane Lebensfreude, Essen und Trinken vom Feinsten, nur 160 km hinter dem Brenner.
Paolo Endrici und seine deutsche Frau Christine zählen zu den Top-Winzern der Region und überzeugen mit Produkten von beeindruckendem Preis-Genuss-Verhältnis. Das innovative Paar hat den 1885 gegründeten Betrieb mit viel Engagement, Know-how und Investitionen zu einem der Spitzenbetriebe Norditaliens ausgebaut. Die 2003 neu gestaltete Kellerei gilt als Musterbeispiel einer gelungenen Synthese aus traditionellen Weinhandwerk und modernster, umweltfreundlicher Technologie.
In Kooperation mit dem Istituto Agrario di San Michele wurden seltene Singvögel und Kleinsäuger angesiedelt sowie Sträucher und Pflanzen direkt in den Weinberg gesetzt, um die Vielfalt und den Lebensraum für Fauna und Flora zu erhalten. Die Anlage des Lehrweingartens mit heimischen Rebsorten und den Pflanzen, die ihre typischen Düfte repräsentieren, ist auch für einen Besuch mit Kindern sehr interessant. Für Freunde der Geologie und Literatur gibt es jede Menge zu entdecken, denn die "Europäische Goethe-Straße" führt direkt durch die Weingärten von Endrizzi.
Gern besuchen Sie uns! In unserem Gourmetshops direkt am Weingut können Sie unsere Produkte probieren und auch gleich mitnehmen. Öffnungszeiten: Täglich – außer dienstags - von 9 bis 12 und 14 bis 19 Uhr. Geführte Besichtigungen nach Voranmeldung, Veranstaltungen und Tagungen mit Catering, Feste, Produktpräsentationen und Hochzeiten.

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